Osteopathie bei Kindern 2: Bewegungsapparat

Wirbelsäule und Extremitäten, Kompressionen des kindlichen Schädels, Thorax und Abdomen

Im zweiten Teil der Kinderosteopathie-Ausbildung erschließen wir Ihnen auf der theoretischen Ebene den embryonalen und anatomischen Hintergrund des Bewegungsapparats des heranwachsenden Kindes sowie seine Pathologien. Zur praktischen osteopathischen Behandlung nutzen Sie die Balanced Ligamentous Tension Techniken (BLT) von W. G. Sutherland, um Dysbalancen der Wirbelsäule oder der unteren Extremitäten zu entlasten.

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Weitere Inhalte dieses Kurses: Probleme der Atemwege und des Abdomens, Kompressionen des kindlichen Schädels, Saug- und Schluckstörungen beim Kind und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Die unteren Extremitäten

In der Entwicklung vom Kleinkind zum Jugendlichen erfährt das heranwachsende Kind große Veränderungen in seiner Gestalt. So verändert sich vor allen Dingen das Verhältnis des Kopfes zum Körper. Aber auch das Becken verändert sich in Anpassung an die Last des Körpergewichts und als Reaktion auf die Entwicklung der unteren Extremitäten.

Viele Kinder, die häufiger stolpern und fallen, tun dies aufgrund einer gestörten Biomechanik. Osteopathisch lassen sich Fehlstellungsproblematiken oder Spannungsmuster der unteren Extremität oft sehr erfolgreich auflösen.

Hinweise für eine gestörte Dynamik der unteren Extremitäten können sein:

  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkung
  • Belastungs-/Bewegungsvermeidung
  • Ausweichbewegungen in Hüfte/Knie/Fuß
  • Fehlstellung
  • vermehrte Stürze

Angeborene Fehlstellungen des Fußes wie der Sichelfuß oder Klumpfuß und die Möglichkeiten osteopathischer Interventionen werden in diesem Kurs gesondert besprochen.

Die kindliche Wirbelsäule

Auch die kindliche Wirbelsäule erfährt, bedingt durch das starke Längenwachstum, erhebliche Veränderungen. Als Behandlungstechniken für das Klein- und Schulkind haben sich neben viszeralen und cranio-sakralen Behandlungsmöglichkeiten vor allem die sanften Balanced Ligametous Tension Techniken nach Sutherland, die im Rahmen dieses Kinderkursteils 2 des Osteopathie-Instituts Frankfurt unterrichtet werden, als besonders wirksam erwiesen.

Der kindliche Schädel

Ebenso erfährt der kindliche Schädel im Verlauf des Gestaltwandels eine starke Veränderung. Liegen noch geburtliche Spannungsmuster im Schädelbereich vor, so können sich diese im Bereich des Saugens, später als Zahn- und Kieferfehlstellungen, aber auch im Bereich der Augen- und Gleichgewichtsentwicklung bemerkbar machen.

In diesem Kursteil 2 des Osteopathie-Instituts Frankfurt betrachten wir die Auswirkungen dieser intraossären Spannungsmuster auf den Kopf und auf den Körper. Mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise erschließen wir Ihnen die Auswirkungen auf den gesamten Körper die durch intrauterine Lageanomalien, Traumata eines anormalen Geburtsverlaufs, Zangengeburten o. ä. entstanden sein können und erarbeiten Techniken zur Behandlung dieser Dysfunktionen.

Saug- und Schluckstörungen

Ein gesondertes Kapitel ist in diesem Kurs den Saug- und Schluckstörungen des jungen Säuglings gewidmet. Die erfolgreiche Behandlung von Dysfunktionen des Saugens ist von überaus hoher Wichtigkeit für die weitere Entwicklung des gesamten Gesichtsschädels und seiner Funktionen.

Symptome können z. B. sein:

  • unproduktiver Saugakt
  • nur einseitig gutes Saugen
  • Koordinationsprobleme beim Saugen und Schlucken
  • Verschlucken, Erbrechen 
  • Unruhe beim Trinken
  • permanentes Saugbedürfnis

Abdomen und Thorax

Koliken sind Störungen der Steuerung der Peristaltik und der Spannungsanpassung im Darmrohr. Eine osteopathische Behandlung zielt auf eine Entlastung von Spannungen im abdominellen Bereich zur Unterstützung der Peristaltik.

Der Brustkorb des jungen Säuglings ist noch weich und flexibel, da die Passage durch den Geburtskanal eine hohe Verformbarkeit von Thorax und Rippen erfordert. Kompressionen unter der Geburt, aber auch sehr schnelle Geburten können die Ausbreitung der Lungen bzw. des Thorax beim ersten Atemzug behindern. Die entsprechenden Entlastungstechniken werden in diesem Kinderkurs 2 des Osteopathie-Instituts Frankfurt unterrichtet.

Dieser Kurs wird durch Osteopathie bei Kindern 3: Das vegetative Nervensystem fortgesetzt.

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